Einsatzgebiet Filterkaffee: Baratza Encore als elektrische Mühle angeschafft

Baratza Encore elektrische Kaffeemühle - Foto © Helmut Hackl
Baratza Encore elektrische Kaffeemühle – Foto © Helmut Hackl

Abseits vom Espresso verwende ich zum Mahlen der Bohnen Handmühlen. Das heißt für alles, wo ich einen mittleren bis gröberen Mahlgrad brauche. Wenn ich allerdings Filterkaffee für mehrere Personen aufbrühe, so ist mir das Handkurbeln oft zu mühsam. Deshalb kaufte ich mir ergänzend eine elektrische Einsteigermühle.

Ich trinke gerne Filterkaffee. Die Bohnen durch Muskelkraft gemahlen und danach entspannt handgefiltert. Für kleinere Mengen bleibe ich weiterhin bei der Handground und Hiku. Für mehr Kaffeepulver wurde ich jetzt ein wenig fauler und kaufte mir eine elektrische Baratza Encore.

Anmerkungen: Wird auch ein feiner Mahlgrad benötigt, so würde ich die Encore nicht empfehlen. Das kann sie einfach nicht zufriedenstellend.

Für die Encore des amerikanischen Herstellers Baratza entschied ich mich deshalb, weil sie in dieser Einsteigerklasse vielleicht die beste Lösung für meine Anforderung ist.

Die Eckdaten der Encore

• Das Gehäuse ist aus Kunststoff, misst 12x35x16 Zentimeter und wiegt etwa 3,1 Kilogramm. Der Stand am Tisch ist stabil. Edelstahl habe ich in dieser Klasse sowieso nicht erwartet.

• Verbaut ist ein 40mm Kegelmahlwerk aus Edelstahl. Mit 110 Watt Motorleistung, einer Drehzahl von 450 U/min und einer Mahlleistung zwischen 0,8g und 1,1g pro Sekunde. Nicht sonderlich stark und schnell, aber für meine Nutzung mehr als ausreichend.

• Im Betrieb ist die Mühle laut, aber nicht wirklich störend. Da habe ich schon lautere Kollegen gehört.

Baratza Encore elektrische Kaffeemühle - Foto © Helmut Hackl
Baratza Encore elektrische Kaffeemühle – Foto © Helmut Hackl

• Einstellbar sind 40 Mahlgrade – fix vorgegeben. Verstellbar durch Drehen des Bohnenbehälters. Davon sind aber die gröbsten zehn bis zwölf Stufen nicht zu gebrauchen, da die Bohnen dabei kaum gemahlen, sondern eher zerhackt werden. Diese Grade sind mir aber eh egal.

• Der Bohnenbehälter ist aus Kunststoff und es passen bis zu 227 Gramm hinein. Nachteilig: Vor dem Abnehmen ist dieser nicht verschließbar.

Baratza Encore elektrische Kaffeemühle - Foto © Helmut Hackl
Baratza Encore elektrische Kaffeemühle – Foto © Helmut Hackl

• Der Behälter fürs Mahlgut ist ebenso aus Kunststoff. Die statische Aufladung hält sich so halbwegs in Grenzen, ist aber vorhanden. Somit ein bisserl klopfen. Die Kapazität liegt bei maximal 140 Gramm.

• Jede Mühle gehört regelmäßig gereinigt. Ich will dann ja keinen schlechten Geschmack im Kaffee. Das Putzen der Encore ist nicht schwierig und der empfohlene Ablauf fürs gründliche Reinigen steht im Handbuch. Dieses ist allerdings nicht im Lieferumfang dabei, lässt sich aber – in der deutschen Version – als PDF herunterladen.

• So nebenbei: Der Handschaltregler hat je zweimal On & Off. Somit ist die Drehrichtung egal.

Baratza Encore elektrische Kaffeemühle - Foto © Helmut Hackl
Baratza Encore elektrische Kaffeemühle – Foto © Helmut Hackl

Meine Einstellungen für die Mahlgrade

Um einen homogenes Ergebnis zu erzielen, habe ich mit den Einstellungen experimentiert. Es gibt Empfehlungen von Baratza, die ich aber nicht immer als passend empfand. Beim Handfilter (z.B. Hario V60 oder Kalita Wave) nehme ich 12-14, bei der Chemex 14-16. Die Homogenität der Mahlung ist OK, aber nicht optimal. Das habe ich aber nicht besser erwartet.

Baratza Encore – mein Fazit

Die Encore ist eine gute Einsteigermühle für mittleres bis gröberes Mahlgut. Für meine spezielle Nutzung wohl die optimale Wahl. Ich bin bisher zufrieden, werde aber sicherlich weiterhin vorwiegend handkurbeln.

Bei Interesse: Die Kaffeemühle gibt es zum Beispiel bei Coffee Circle um 139 Euro. Ich habe sie dort in einer Sonderaktion um 119 Euro gekauft – inklusive Lieferung nach Wien.

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