Zubereitung: Chemex – eine wunderschöne Glaskanne als Hingucker

Filterkaffee mit der Chemex – Foto © Helmut Hackl
Filterkaffee mit der Chemex – Foto © Helmut Hackl

Die Chemex ist ein Hingucker. Eine wunderschöne Glaskanne, mit der Zubereitung von Filterkaffee gleich noch mehr Freude bereitet. Erhältlich sind mehrere Größen. Die Zubereitung schaut so aus.

Ich habe zwei Versionen der Chemex: eine kleine Version für 1-3 Tassen sowie eine mittlere Größe für 6 Tassen. Kostet ab 40 Euro herum. Gibt’s auch in vielen anderen Kaffeegeschäften zu kaufen. Die passenden Chemex Papierfilter sind fast überall zu kaufen und die 100er-Packung kostet im Handel unter 10 Euro.

Koffeingehalt: Laut einem Labortest von Coffeeness haben 250ml aus der Chemex (12g Bohnen)c a. 172mg Koffeingehalt. Als gesundheitlich unbedenklich gelten 200mg pro Einzeldosis bzw. 400mg pro Tag.

Chemex – die Zubereitung

• Zuerst einmal Kaffee aussuchen, der geeignet (100% Arabica, fruchtig, süß) ist und schmeckt. Da wird wohl ein bisserl Experimentieren gefragt sein. Frisch gemahlen ist empfehlenswert. Ich erledige das mit einer Handmühle. Denn das Kurbeln ist eine leiwande Entspannung. Der Mahlgrad sollte mittel-fein sein. Je nach Filter und Bohnen.

Hinweis: Für 300ml Wasser reibe ich etwa 19-20 Gramm Kaffee. Für meinen Geschmack eine passende Menge. Da darf / soll aber jeder selbst herausfinden, was für ihn passt.

• Ein zusätzliches Vergnügen ist das Falten des riesigen Papierfilters. Das allein sorgt schon für Entspannung. So nebenbei: Die Seite mit den drei Schichten gehört in Richtung Ausguss.

Filterkaffee mit der Chemex – Foto © Helmut Hackl
Filterkaffee mit der Chemex – Foto © Helmut Hackl

• Langsam heißes Wasser über den leeren Chemex Papierfilter gießen, damit dieser angefeuchtet wird. Positiver Nebeneffekt: Damit wird auch gleich der Behälter darunter erwärmt. Diesen schwenken und das Wasser wieder ausleeren.

Wichtiger Hinweis: Heißes, aber nicht kochendes Wasser verwenden. So in etwa um die 95°C herum. Ein wenig Variation ist hier angesagt, damit der persönliche Geschmack für den verwendeten Kaffee bestmöglich getroffen wird.

• Das Kaffeepulver gleichmäßig in den Filter geben.

• Soviel heißes Wasser langsam aufs Kaffeepulver gießen, bis dieses gleichmäßig befeuchtet ist. Das Pulver quillt nun auf – Blooming genannt. Das restliche CO2 entweicht. Als Vorfreude auf die kommende Extraktion. Etwa 30 Sekunden zusehen und warten.

Filterkaffee mit der Chemex – Foto © Helmut Hackl
Filterkaffee mit der Chemex – Foto © Helmut Hackl

Tipp: Schon mal von Hario Buono gehört? Das ist eine spezielle Kanne aus Japan, die fürs Aufgießen optimiert ist. Leicht zu erkennen am langen, dünnen, gebogenen Ausgießer. Ich bin vollauf zufrieden damit.

• Danach das restliche Wasser aufgießen. Ich starte da zuerst in langsamen, ruhigen, kreisförmigen Bewegungen von außen nach innen. Danach schluckweise immer auf die dunklen Stellen. Eine entspannende Zeremonie, bei der Geduld gefragt ist. Nach etwa 2 bis 3 Minuten (gerechnet auf 300ml) sollte das Wasser am Kaffeepulver sein. Nach spätestens 4 Minuten ist dann alles durchgeronnen.

Filterkaffee mit der Chemex – Foto © Helmut Hackl
Filterkaffee mit der Chemex – Foto © Helmut Hackl

Tipp: Wer es ganz professionell zelebrieren will, der legt sich eine Digitalwaage zu. Beispielsweise eine acaia Pearl mit Bluetooth & App. Der Ablauf zur Zubereitung ist dann identisch, aber exakter. Man stellt alles auf die Waage und füllt das Kaffeepulver in den Filter. Tara auf 0 stellen und den Timer starten. Ablauf wie gehabt. Sobald die Skala auf 300g steht (d.h. 300ml) ist der Genuss nicht mehr weit.

Lösungen für zwei geschmackliche Probleme

Der Kaffee ist zu bitter. Das kann folgende Gründe haben:

• Das Pulver war zu fein gemahlen.
• Die Menge an Kaffeepulver war zu hoch.
• Das Wasser war noch zu heiß.
• Die Durchlaufzeit hat zu lange gedauert.

Filterkaffee mit der Chemex – Foto © Helmut Hackl
Filterkaffee mit der Chemex – Foto © Helmut Hackl

Der Kaffee ist zu sauer. Das kann folgende Gründe haben:

• Das Pulver war zu grob gemahlen.
• Die Menge an Kaffeepulver war zu gering.
• Das Wasser war schon zu kalt.
• Die Durchlaufzeit war zu kurz.

Chemex – mein Fazit

Mir mundet die Zubereitung via Chemex. Geschmacklich wieder ganz anders. Und optisch ist die Kanne sowieso ein Hingucker. Daher: ausprobieren und genießen.

P.S.: Der Kaffee aus der Chemex schmeckt auch kalt ganz ausgezeichnet.

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