Zubereitung: Cold Brew – nicht nur im Sommer ein erfrischendes Getränk

Cold Brew | Foto © Helmut Hackl
Cold Brew | Foto © Helmut Hackl

Auf der Suche nach einer kühlenden Erfrischung für heiße Sommertage trinke ich sehr gerne einen Cold Brew. Das ist eine spezielle Art, um Kaffee zuzubereiten. Denn kaltes Wasser extrahiert nur die besten Bestandteile der gemahlenen Kaffeebohne. Anders als beim heißen Aufbrühen bleiben Säuren und Bitterstoffe im Trester zurück. Da die Extraktion ohne Hitze stattfindet, ist dafür ein stundenlanger Prozess notwendig. Aber ohne Anwesenheitspflicht.

Cold Brew hat seinen Ursprung in Japan, wo man ihn seit dem 17. Jahrhundert kennt. Für die Zubereitung braucht man – wenn man nicht mag – keinerlei extra Produkte anschaffen. Es genügt ein Glasbehälter, eine Frischhaltefolie, ein Sieb und ein Filter. Wer schon eine French Press besitzt, der kann auch diese gleich verwenden.

Achtung: So ein Cold Brew ist eine “Koffeinbombe”. So haben – laut einem Labortest von Coffeeness – 250ml Cold Brew (25g Bohnen) bis zu 280mg Koffeingehalt. Als gesundheitlich unbedenklich gelten 200mg pro Einzeldosis bzw. 400mg pro Tag.

Welcher Kaffee?

Ideal für Cold Brew ist 100% Arabica. Heller geröstet. Mit fruchtiger Note. Eine Sache des individuellen Geschmacks – selbst probieren und die persönlichen Favoriten.

Cold Brew – eine simple Zubereitung

• Ich mahle den Kaffee immer frisch mit einer Handmühle. Der Mahlgrad muss dabei grob sein. Vielleicht noch einen Hauch gröber als bei French Press. Ich nehme auf 1 Liter Wasser etwa 100 bis 120 Gramm Kaffeepulver. Auch hier: Selbst probieren, Menge / Mahlgrad anpassen und an den eigenen Geschmack herantasten. Als Faustregel: Je mehr Kaffee, desto mehr Konzentrat kommt am Ende heraus.

Cold Brew mit Hario Filter-in Coffee Bottle – Foto © Helmut Hackl
Cold Brew mit Hario Filter-in Coffee Bottle – Foto © Helmut Hackl

• Das Kaffeepulver in den Behälter geben.

• Kaltes, gefiltertes Wasser dazugeben und einmal sanft umrühren.

• Falls der Behälter keine eigene Abdeckung hat, dann dafür eine Frischhaltefolie nehmen.

• Bei Raumtemperatur ziehen lassen. Manche bevorzugen dafür auch den Kühlschrank. Wie lange? Ich habe da einige Berichte im Web gelesen und so ziemlich jeden Wert zwischen 8 und 24 Stunden als Info erhalten. Erlaubt ist, was schmeckt. Daher selbst experimentieren. Ich mixe es meistens am Abend und lasse es dann bis zum nächsten Morgen ziehen.

• Den Kaffee durch ein Sieb gießen (für die groben Partikel) und danach durch einen Papierfilter. Oder das Sieb – z.B. bei French Press Kannen – nach unten drücken.

Bequemere Menschen – wie ich – legen sich zum Beispiel eine Hario Filter-in Coffee Bottle zu. Um unter 30 Euro gekauft. Oder einen BrewJar. Oder einen Rivers Bearl Tumbler Wallmug. Die Bedienung ist dann noch simpler. Gewünschte Menge Kaffeepulver in den Filter, diesen ins Gefäss hängen, mit der gewünschte Menge kaltem Wasser aufgießen, kurz schütteln und ab in den Kühlschrank. Zudem ist danach die Reinigung ruckzuck erledigt und ich kann den Behälter (ohne den Filter) gleich zur Lagerung im Kühlschrank verwenden. Eine leiwande Anschaffung!

• Den fertigen Cold Brew Coffee in eine Flasche umfüllen und im Kühlschrank kaltstellen. Denn er gehört eiskalt getrunken.
Praktisch: Im Kühlschrank lässt sich der Cold Brew – ohne merkbaren Verlust des Aromas – bis zu zwei Wochen lagern.

Cold Brew mit Hario Filter-in Coffee Bottle – Foto © Helmut Hackl
Cold Brew mit Hario Filter-in Coffee Bottle – Foto © Helmut Hackl

Tipp: Wer nicht selbst ansetzen will, der kann sich auch gleich fertigen Cold Brew kaufen – zum Beispiel im Supermarkt oder in manchen Kaffeebars. Auch gut geeignet zum erstmaligen Probieren oder zum Vergleichskosten. Ohne jetzt Eigenlob zu machen: So gut wie die bekomme ich das auch hin. Wenn nicht sogar besser *grins

Cold Brew Coffee genießen

Neben Wasser und Eiswürferl eignen sich zusätzlich noch manch andere Flüssigkeiten zum Mischen mit dem Cold Brew Coffee. Beispielsweise frisch gepresster Zitronen- oder Limetten-Saft, Mandelmilch, Kokosmilch, Tonic, Gin-Tonic, Licor 43, Amaretto, Limoncello, Wodka oder Grappa. Oder man friert den Kaffee selbst als Eiswürfel ein. Mein Favorit ist Cold Brew on the rocks mit Tonic.

Cold Brew im Rivers Bearl Tumbler Wallmug – Foto © Helmut Hackl
Cold Brew im Rivers Bearl Tumbler Wallmug – Foto © Helmut Hackl

Cold Brew – mein Fazit

Herrlich erfrischend ist so ein Cold Brew Coffee. Und das Herumexperimentieren mit Menge, Dauer und Mischungen ist leiwand. Ich wünsche viel Freude beim Selbstprobieren!

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