Mit Interesse angedacht: Daheim Kaffeerösten

Kelvin Home Coffee Roaster - Foto © IA Collaborative
Kelvin Home Coffee Roaster – Foto © IA Collaborative

Ich überlege schon länger, ob ich mich auch mit dem Thema “Daheim Kaffeerösten” beschäftigen soll. Das wäre sicherlich eine spannende Sache, die mir Freude bereiten würde. Und an den herrlichen Gerüchen beim Rösten will ich gar noch nicht denken. Allerdings ist das doch mit höheren Kosten verbunden.

Nach einer flotten Recherche war für mich gleich klar, dass keine dieser “Heimwerker”-Lösungen in Frage kommt. Zum Beispiel in der Bratpfanne, im Backofen mit Umluft, im Brotback-Automat oder in der Popcorn-Maschine – informativ u.a. bei Coffee Circle nachzulesen. Das habe ich gleich beiseite geschoben. Wenn, dann gleich ordentlich. Somit wäre in einen kompakten Heimröster zu investieren.

Woher bekomme ich Rohkaffee?

Bevor es um die Anschaffung eines Heimrösters und das Ansammeln der Kenntnisse geht, stellte sich sogleich die Frage: Wo kann ich als Privatperson bei uns überhaupt Rohkaffee kaufen? Im Ausland habe ich einige Quellen entdeckt, aber in Wien wurde ich nicht fündig. Somit würde meine erste Anlaufstelle der eine oder andere Spezialitäten-Röster sein, ob ich dort in kleineren Mengen Rohbohne bekäme. Sonst halt in Deutschland bestellen.

Somit wäre das mit dem Rohkaffe als realisierbar abgenickt. Der nächste Schritt: Nach fleißigem Suchen im Web habe ich vier Heimröster entdeckt. Alle mit einem komplett unterschiedlichen Ansatz.

Für Einsteiger: Kelvin Home Coffee Roaster

Kelvin von IA Collaborative wurde letztes Jahr überaus erfolgreich auf Kickstarter finanziert. Das ist ein kleiner, schicker Heimkaffeeröster, der wie eine Popcorn-Maschine aussieht. Sehr minimalistisch – sowohl vom Aussehen als auch von den Möglichkeiten her. Als Materialien kommen doppelwandiges Borosilikat Glas, Aluminium sowie Kunststoff zum Einsatz.

Die Zielgruppe sind ganz klar die Einsteiger, die manchmal ihre Bohnen selbst rösten wollen. Es passen l100 bis 150g Rohkaffee hinein und es lässt sich nur eine einzige Sache regeln: Die Zeit, wie lange die Bohnen rösten sollen. Sonst ist nichts möglich. Es passiert alles vollautomatisch. Die Temperatur ist dabei fix auf ungefähr 205°C eingestellt. Was ich zumindest machen kann: Ich kann während des Röstens durchs Glas die Farbe der Bohnen beobachten und bei Bedarf manuell abdrehen. Praktisch ist auch die automatische Abkühlungsphase, sobald der Röstvorgang beendet wurde. Von der Rauchentwicklung her ist es ungefähr wie beim Toaster – somit zu vernachlässigen.

Den Kelvin Home Coffee Roaster wird es bald in einer EU-Version geben. Zu einem Preis ab 250 USD.

Gene Café Heimröster CBR-101

Ein beliebtes Modell bei Heimröstern ist der CBR-101 von Gene Café. Wegen seiner Einfachheit. Geröstet wird durch Zufuhr von heißer Luft. Ein Rädchen bestimmt dabei die Temperatur (bis zu maximal 250°C), ein zweites die Zeit. Durch die gute Sicht auf die Bohnenkammer, kann ich jederzeit einschätzen, wie weit die Röstung fortgeschritten ist. Die maximale Bohnenkapazität liegt bei 250 Gramm.

Gene Coffee Roaster CBR-101 - Foto © Gene Café
Gene Coffee Roaster CBR-101 – Foto © Gene Café

Der Preis liegt so um die 450 Euro herum – z.B. bei Meinrohkaffee in Deutschland. Für mich kommt das Modell nicht in Frage, da es mir optisch gar nicht gefällt. Ich bin bei solchen Sachen doch Design-verliebt.

Ikawa Heimröster

Vom Aussehen her ist der Ikawa Heimröster wunderschön. Ein Objekt, das sicherlich gleich die Blicke auf sich zieht. Entwickelt wurde er von Kaffeeprofis, damit sie Kaffee besser bewerten können. Somit keine Spielerei, die nur schön aussieht. Das Gehäuse ist aus gehärtetem Aluminium, der Verschlußdeckel (luftdicht, magnetisch) aus gehärtetem Glas, der doppelwandige Sammelbehälter aus Glas und die Röstkammer ist mit speziellen Lüftungsöffnungen versehen.

Ikawa Smart Home Coffee Roaster System - Foto © IKAWA Ltd
Ikawa Smart Home Coffee Roaster System – Foto © IKAWA Ltd

Ein paar Sachen machen den Heimröster noch interessanter: Es gibt vorprogrammierte Röstbeispiele. Es steht eine eigene Online-Community bereit – zum Austausch von Röstprofilen und Erfahrungen. Es wird eine eigene App für iOS und für Android angeboten.

Die “schlechte” Nachricht ist jedoch, dass der Preis – z.B. bei Meinrohkaffee.de – bei ungefähr 1.500 Euro liegt.

Hottop Trommelröster

Die Maschine von Hottop ist ein hochwertiger, stabiler Kaffeeröster für daheim. Es handelt sich um einen Trommelröster, wo die Bohnen ständig bewegt werden, damit sie gleichmäßig rösten. Ich kann die Temperaturzufuhr, die Zeit und die Lüftung kontinuierlich während dem Rösten anpassen. Eingebaut ist auch gleich eine Kühlvorrichtung – wie bei professionellen Trommelröstern. Durchs Fenster kann ich die Bohnen mit dem Auge beurteilen und beide Cracks sind gut zu hören. Vorhanden ist ein automatisches Programm zum Rösten und es lassen sich bis zu drei individuelle Röstungen speichern.

Hottop Coffee Roaster KN-8828B-2K+ - Foto © Hottop
Hottop Coffee Roaster KN-8828B-2K+ – Foto © Hottop

Der Preis liegt des manuellen Modells liegt – z.B. bei RoastRebels – bei etwa 1.650 Euro.

Daheim Kaffeerösten – mein Fazit

Ich hätte sicherlich viel Freude am Rösten der Bohnen und am Experimentieren mit den diversen Röstprofilen. Vielleicht gönne ich mir doch mal einen Kelvin Home Coffee Roaster zum simplen Einstieg in die Materie. Wohlwissend, dass ich damit lediglich die Zeit beim Rösten regeln kann. Dafür aber preislich überschaubar. Mein Favorit wäre jedoch der Ikawa Heimröster. Speziell wegen der Community. Wenn da nicht sein Anschaffungspreis wäre.

Auf alle Fälle bleibe ich am Thema dran und bilde mich in der Zwischenzeit theoretisch weiter.

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