“Vill du fika?” – das schwedische Kaffeeplauscherl daheim probiert

Schwedische Fika daheim - limitiert - probiert | Foto © Helmut Hackl
Schwedische Fika daheim – limitiert – probiert | Foto © Helmut Hackl

Wer schon mal in Schweden war, der hat sicherlich von einer Fika gehört oder gar genossen. Eine Tradition um Beziehungen zu knüpfen, um Freundschaften zu pflegen, um zu plaudern. Bei Kokaffe und sieben verschiedenen Arten Fikabröt.

Eine Fika dauert in Schweden durchschnittlich 52 Minuten am Tag. Dabei wird Kaffee nicht nur getrunken, sondern wird gelebt. Eine wunderschöne Tradition, die mir bei uns abgeht. Aber das lässt sich ja ändern.

Der Unterschied zwischen Kok und Brygg

Angeboten wird der passende Kaffee in zwei Mahlgraden: Kok (für Kochkaffee) und Brygg (für Brühkaffee). Die beliebtere Variante ist dabei der Kokaffe, wo der der Kaffee (dunkel geröstete Bohnen) aufgekocht wird. Dadurch bekommt er ein vollmundiges Aroma und viel Körper. Denn die enthaltenen Fette sowie Öle bleiben erhalten und werden nicht wie beim Filtern zurückgehalten. Der Kaffee schmeckt stärker und hat weniger Säure.

Die Zubereitung – z.B. in der French Press

Die Zubereitung ist ganz simpel und erfolgt bevorzugt in einer schwedischen Kanne. Der Ablauf ist so:

• Ins heißes Wasser (so zwischen 92° und 96°C) grob gemahlenes Kaffeepulver dazugeben. Miteinander aufkochen und den Duft im Raum verteilen lassen.
• Danach dem Kaffee einige Minuten Ruhe geben, damit das Pulver auf den Boden absinken kann.
• Den Kaffee in ein Häferl gießen, immer schwarz trinken und ein Glas Wasser dazu reichen.
• Das Kaffeepulver verbleibt in der Kanne und eignet sich gut zum Lesen des Kaffeesatzes.

Sehr gut eignet sich dafür auch eine French Press, die ich für die Zubereitung verwende.

Fikabröt in sieben Varianten

Zum Kaffee serviert wird Fikabröt, übersetzt mit Kaffeegebäck. In einer lieben Tradition sind dies gleich sieben verschiedene Arten. Zum Beispiel Kanelbullar (glasierte und mit Hagelzucker bestreute Zimtschnecken), Chokladbollar (in Kokosraspeln gewälzte Schokoladenbällchen) oder Dammsugare (Marzipanrollen mit einem Innenleben aus Keks, Butter und Punsch).

Auf Besuch beim Ikea

Da ich sonst keine andere Quelle für schwedischen Kaffee fand, holte ich mir beim Ikea ein Sackerl Påtår in der Variante Presskaffe, dunkle Röstung, 100% Arabica. Leider nur fertig gemahlen erhältlich. Das 500g-Sackerl kostet ungefähr 5 Euro – also keine hochwertige Sache. Aber zum Ausprobieren genügte es mal. Dazu nahm ich ein paar Sorten Kafferep aus Schweden.

Kurz erklärt: Påtår bedeutet übersetzt “noch eine (zweite) Tasse (Kaffee)”.

Fika – mein Fazit

So ein schwedisches Kaffeeplauscherl ist schon eine feine Sache. Daran könnte ich mich gewöhnen. Allerdings mit besseren Bohnen.

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