Zubereitung: Nitro Kaffee – wird mit Stickstoff aufgeschäumt

Nitro Kaffee im Siphon zubereitet – Foto © Helmut Hackl
Nitro Kaffee im Siphon zubereitet – Foto © Helmut Hackl

Ich hatte schon ein paar Mal die Gelegenheit Nitro Kaffee zu trinken. Da mir das erfrischende Getränk schmeckt, habe ich eine simple Lösung ausprobiert, wie die Zubereitung auch daheim ohne teure Zapfanlage funktioniert. Mit einem herkömmlichen Schlagobers-Siphon.

Bevor ich euch von meinem Versuch erzähle, zuerst gleich die Antwort auf die Frage: Was ist Nitro Kaffee? Das ist eine spezielle Zubereitung von Kaffee, die ihren Ursprung in den US, konkret in Portland hat. Man nehme Cold Brew Coffee, schäume diesen mit Stickstoff auf und serviere das Ergebnis in einem hohen Bierglas. Denn das Ergebnis hat große Ähnlichkeit mit Guinness, das bekanntlich nicht mit Kohlensäure, sondern mit Stickstoff angereichert ist. Notwendig ist dazu eine Zapfanlage, die für daheim aus Kostengründen keinen Sinn macht.

Wie schmeckt Nitro Kaffee?

Der Geschmack lässt sich ungefähr so beschreiben: mild, süß, cremig, kühl, erfrischend. Die Vollmundigkeit auf der Zunge hat eine simplen Hintergrund: Stickstoff ist in Wasser schlecht löslich. Das heißt: Es entstehen viele kleine Gasperlen, die dann den dicken Schaum entwickeln.

Nitro Kaffee im Siphon zubereitet – Foto © Helmut Hackl
Nitro Kaffee im Siphon zubereitet – Foto © Helmut Hackl

Ganz wichtig: Die Qualität der Bohnen für den Cold Brew ist entscheidend für den Geschmack. Ich bevorzuge 100% Arabica, heller geröstet und mit fruchtiger Note.

So nebenbei: Nitro Kaffee ist gut für die Figur. In 500ml verstecken sich lediglich 25 Kilokalorien.

Zubereitung daheim mit einem Schlagobers-Siphon

Wer sich daheim – so wie ich – keine Zapfanlage hinstellen will, der kann eine simple, kostengünstige Alternative ausprobieren. Man nehme dazu einen normalen Schlagobers-Siphon. Wir haben einen 1603 von iSi aus Edelstahl, den ich um ungefähr 80 Euro kaufte. Da passen 500ml Cold Brew Coffee hinein. Aufgeschäumt wird dieser mit einer Standard N2O-Kapsel (Distickstoffmonoxid). Die Reinigung erfolgt dann per Handwäsche oder im Geschirrspüler.

Von iSi gibt’s auch einen speziellen Nitro Whip. Der kostet ungefähr 200 Euro. Der wird mit eigenen Nitro Whip Charger Patronen (2,4g reiner Stickstoff) betrieben. Da kosten 16 Stück etwa 20 Euro. Erhältlich beispielsweise im Cuisinarum.

Nitro Kaffee aus dem Siphon – mein Fazit

Mit dem Nitro Kaffee aus der professionellen Zapfanlage kann sich die Siphon-Variante nicht messen. Was aber jetzt nicht heißt, dass er gar nicht gut schmeckt. Somit werde ich ihn künftig dort trinken, wo er frisch vom Zapfhahn kommt. Oder ich investiere doch mal in einen Nitro Whip oder dergleichen. Ich wünsche auf alle Fälle viel Spaß beim Ausprobieren.

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